Jo mei, is des schee!
Oktober 2010 | Meinung von Tina Ebermann | Neue Artikel per Mail erhaltenErstmal die harten Fakten: Der gemeine Bayer ist ein ganz gemütlicher, Weizen trinkender, bierrunder Zeitgenosse. Beim Weißwurschtfrühstück am Vormittag mit einem Weißbia und a Brezn startet er gern mal genüsslich in den Tag - natürlich stilecht in Dirndl beziehungsweise Lederhosn. Untermalt wird das Ganze durch den merkwürdig klingenden, eigensinnigen Dialekt.
Kommen wir nun zum Kern der bayrischen Kultur: der Wiesn in Mingga. Hach, bei dem Gedanken steigt einem gleich der Geruch vom krossen Hendl und dem biergetränkten Sitznachbarn in die Nase, mit dem man sich schon seit Stunden um die paar Zentimenter freie Sitzfläche auf der Bierbank duelliert. Aber bevor der dann endlich mal das weiße Edelweiß-Hemd wirft, um von dannen Richtung „Hexn´ Wippn´“ zieht, wird sich noch fix ein Eimer, ähm, Krug Weißbier einverleibt. Das nenn´ ich a Fetzngaudi!
Und jetzt kommt´s: Was lässt sich der gewiefte Einheimische des Bundeslands mit der blau-weißen Flagge passend zu so einem besonderen Event einfallen? Jawohl, eine Wiesn-App – so a Spitzbub! Kreativ und so gar nicht lack zeigt der gemeine Bayer, dass er mehr als nur Rüschen und Hosenträger hervorbringen kann. Dann ist wohl wahrscheinlich doch was dran, dass man nicht auf jedes Vorurteil hören sollte. Also hi´gschaut!
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