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Stelldichein der iPhone-Szene (III)

November 2009 | Meinung von Anja Rettmann | Neue Artikel per Mail erhalten

Zur iPhone developer conference Anfang Dezember in Köln treffen nicht nur Entwickler und Marketer, IT’ler und Online-Shop-Betreiber aufeinander, um sich über neueste Entwicklungen und Trends der Branche auszutauschen. Im Rahmen der Veranstaltung wird zudem die beste App gekürt. Was genau dahinter steckt und was die Trends in Sachen iPhone App sind, lesen Sie im folgenden, zweiten Interviewteil - dazu sprachen wir mit Stephan Randler, Moderator und Referent der iPhone developer conference, und Oliver Krüth, Chefredakteur MACup und iPhone & Co.

Die Magazine iPhone & Co und der MACup – die die iPhone developer conference ja auch präsentieren – küren im Rahmen der Veranstaltung die beste deutsche App für iPhone und iPod touch. Wie viele Einreichungen hat es für den Wettbewerb gegeben?

Oliver Krüth: Insgesamt wurden 88 Apps für den Wettbewerb eingereicht. Mit Ausnahme der Rubrik Wirtschaft gab es pro Rubrik zumindest einen Kandidaten. Unter ihnen waren auch zwei studentische Bewerbungen.

Nach welchen Kriterien richtet sich die Preisvergabe – und was erwartet die Gewinner?

Oliver Krüth: iPhone & Co lobt drei Preise aus: die beste iPhone OS 3.0 App, die beste studentische App sowie die coolste App unter dem Label Editors Choice. Bei der besten iPhone OS 3.0 App kommt es uns auf eine möglichst weitreichende Implementierung der neuen Funktionen von iPhone OS 3.0 und eine Ausreizung der Hardware des iPhone 3GS an. Eine gelungene Benutzeroberfläche sowie simple Handhabung werden ebenfalls berücksichtigt. Für die beste studentische App gilt das Gleiche, sie soll aber den eingeschränkten Ressourcen von Studenten Rechnung tragen und sie zum Mitmachen animieren. Bei Editors Choice geht es uns um eine herausragende, verblüffende oder ideenreich umgesetzte Programmidee. Den Gewinnern winkt ein Preis, welcher bisher noch geheim bleibt, sowie ein umfassender redaktioneller Beitrag in iPhone & Co. Der Beitrag umfasst eine ausführliche Rezension der App, eine Laudatio der Jury, ein Porträt des Entwicklers respektive Entwickler-Teams sowie eine Making-of-Geschichte zur Entstehung der App.

Wo stecken die Trends in puncto iPhone App – sowohl was den Einsatz als auch was die Entwicklung angeht?

Stephan Randler: Meiner Meinung nach ist die Situation so, dass bislang vor allem Markenartikler ihre iPhone Apps als Plattform nutzten, um Branding zu betreiben und ihre Produkt-Awareness zu erhöhen. Jetzt aber geht es nicht mehr ausschließlich darum, den Apple-Hype zu nutzen und über iPhone Apps für sich selbst zu werben. Immer wichtiger wird vielmehr, direkt Umsätze über Anwendungen zu erwirtschaften. Vor allem im Hinblick auf Mobile Commerce bergen iPhone Apps damit ein ungeheures Umsatzpotenzial. Schließlich verknüpfen iPhone Apps die Vorteile von Mobile Shopping (Spontankäufe an jedem Ort und zu jeder Zeit) erstmals mit einer richtig tollen User Experience. Es kommt also nicht von ungefähr, dass etwa eBay über seine iPhone App insgesamt bereits 400 Millionen US-Dollar Umsatz erwirtschaftet hat. Kombinationen aus klassischem E-Commerce, Mobile Shopping und Augmented Reality werden bei der App-Entwicklung immer stärker an Bedeutung gewinnen.”

Ein Blick in den AppStore und Hand aufs Herz: Welche App hat Ihrer Meinung nach zu Recht für Fuore gesorgt und war besonders erfolgreich – und auf welche könnte, mit einem Augenzwinkern natürlich, die Menschheit eigentlich verzichten?

Oliver Krüth: Mittlerweile gibt es laut Apple mehr als 100.000 Apps im App Store. Hier ist ohne Frage auch die eine oder andere weniger elaborierte Entwickleridee anzutreffen. Da der Durchschnittspreis der Apps derzeit bei unter 1 US-Dollar liegt, sollte man vielleicht aber auch nicht zu kritisch sein.
Zu den App-Highlights gehören sicherlich die vielen Apps, die GPS basierte, sogenannte location based services anbieten. Damit wird nun technisch das umgesetzt, was die Netzbetreiber im Jahr 2000 bei der Versteigerung der UMTS-Lizenzen versprochen hatten. Stellvertretend würde ich hier „Post mobil“, „Sportics“ oder „Geldautomaten in der Nähe“ nennen.

Vielen Dank für das Gespräch!

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