Oh, oh … wie überflüssig!
September 2009 | Meinung von Tina Strobel | Neue Artikel per Mail erhalten
Hornbach hat ja ‘ne Menge Zeugs im Angebot, und ich rede jetzt nicht von Spanplatte, Gartenzwerg und Co., sondern von den multimedialen werblichen Ergüssen des Heimwerkermarkts. Im Downloadbereich der Hornbach-Website findet sich von “Werner weiß wie!”-Podcasts (auch über iTunes erhältlich), über Logos und Klingeltöne, Screensaver, TV-Spots, PC-Games und Wettbewerbe so ziemlich alles. Man muss ja auch gestehen, dass Hornbach-Werbung, nun ja sagen wir mal … zumindestens einprägsam ist und deswegen durchaus einen Platz in der Ewigkeit des Netzes verdient hat.
Doch beim Anblick der neuen iPhone-App bleibt einem das “Yippiejajayippieyippieyeah” fast im Halse stecken. Sicher, nicht alle Werbeideen können so genial sein wie “blixa bargeld liest hornbach” oder so erfolgreich wie die “Haus der Vorstellungen“-Kampagne, die den Cannes Löwen einsackte und beim ADC-Wettbewerb absahnte. Aber gerade wegen dieser Erfolge des Werbeduos Hornbach + Heimat Berlin hatte man doch vielleicht ein wenig mehr erwartet.
Der neue Werbespot ist weniger witzig, denn nervig. Der YouTube-Kommentar “Invasion der Teletubbies” beschreibt sehr treffend, was man beim Anschauen des “Chors der Besserwisser” empfindet. Eine “oh oh”-Tirade wegen einer Ecke abgelöster Tapete schlägt doch eher auf’s Gemüt, als dass es zum Handeln anregt. Da kann auch das grüne Männchen nichts mehr reißen. Und jetzt gibt’s den nervigen “oh oh”-Chor auch noch als iPhone App. Soll ich das nun meinem Kollegen vorspielen, wenn der Bürostuhl unter ihm zusammenbricht, oder meinem Nachbarn, wenn bei seinem Gartentor die Farbe abblättert?
Yippiejajayippieyippieyeah - da hab ich aber was besseres zu tun!
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